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Akupressur und Akupunktur
Die Philosophie und die Lehre sind in der Akupressur und der Akupunktur die selben. Beide Therapieformen befassen sich nicht nur mit der Erkrankung sondern mit dem gesamten Pferd. Entscheidend für die Auswahl der zu stechenden oder akupressierenden Punkte sind Psyche und Körper. Darum ist es auch unerlässlich, bei der Erstanamnese gemeinsam mit dem Pferdebesitzer eine Pferdetypbestimmung zu machen.
Behandelt werden die ausgewählten Akupunkturpunkte. Die Punkte finden man als erfahrener Therapeut über deren elektrische Leitfähigkeit, die deutlich erhöht ist, und den erniedrigten Hautwiderstand. Jeder hat einmal von den so genannten Meridianen gehört; diese durchziehen den Körper wie ein Flusssystem und sind in Yin- und Yang-Meridiane eingeteilt. Die Energie, die in den Meridianen fließt, heißt im Chinesischen Qi, was soviel wie Lebensenergie bedeutet sich aber nicht wortwörtlich übersetzen lässt. Selbstverständlich ist auch der Fluss nicht konstant sondern durch äußerliche und innerliche Beeinflussungen veränderbar, krankmachend! Über die Akupunkturpunkte kann man diese Erkrankungen oder auch Störungen im Energiefluss beeinflussen und auch heilen. Man spricht bei den Störungen von Qi-Fülle, Qi-Leere und Qi-Stau.
Heute hat man auch bei uns in den westlichen Ländern die traditionelle chinesische Medizin akzeptiert und erkannt, dass sie problemlos mit unser westlichen Medizin zu vereinbaren ist. Daran besteht mittlerweile kein Zweifel mehr, und auch die Naturwissenschaft beschäftigt sich mit der Wirkungsweise der Akupunktur.
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